Mai 18

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Warum wird mein Leben einfach nicht leicht? 

-Frei sein mit Trauma und danach- 

(Achtung, das ist ein langer Blog 😉)

Wenn Dich diese Frage beschĂ€ftigt, dann ist Dein Leiden sicher groß. In Dir. Und vielleicht merkt das keiner und Du lebst zurĂŒckgezogen und versuchst da irgendwie durchzukommen, es zu ĂŒberstehen, es auszuhalten oder es endlich ĂŒberwinden zu wollen.

Die Auslöser sind sehr vielfĂ€ltig: Geld, Beziehungen, toxische Dynamiken, Seelenpartnerprozesse, Einheitserfahrungen, die das Leben erschĂŒttern, Verlust, Krankheit, Tod oder manchmal einfach nie richtig ins Leben kommen. Oder plötzliche Sinnlosigkeit.......es kann alles sein.

Und die Worte, die auf so eine Frage folgen, sind vollkommen abhĂ€ngig von wem und aus welcher Perspektive sie kommen. Und ich kann hier auch nur wiedergeben, was meinem Bewusstseinsstand, meinen Erfahrungen und meiner Wahrheit entspricht und es freigeben, was das fĂŒr Dich bedeuten wird und ob es Dir weiterhilft.

Im Prinzip wirst Du erschlagen an Hilfsangeboten.

Wie kannst Du Dich da zurecht finden? 

Aus meiner Sicht gibt es dafĂŒr kein Rezept, auch wenn es so viele gibt. Es wird Dich finden, weil Du Deinen Weg gehst und nicht weisst, welche Erfahrungen noch gemacht werden wollen. „Geh einfach weiter und lebe Dein Leben“ wĂ€re mein Grundrezept. Und dann wird im rechten Moment eine weitere Zutat auftauchen.

Aber prinzipiell sollte das Thema Trauma beleuchtet werden, denn hinter vielen Symptomen steht einfach nur das. Nur die meisten wissen einfach nicht, was los ist.

Es genĂŒgt ein einziges Ereignis, damit es zu einer Retraumatisierung kommt und das ganze Nervensystem vollkommen ĂŒberlastet reagiert. Und dann reinszeniert es sich selbst so lange, bis es endlich erlöst ist. Und deshalb taucht es ĂŒberhaupt erst wieder auf. In aktivem Zustand.

Ich bin dankbar und froh, dass sich das Wissen und die Erkenntnisse von Bindungs- und Entwicklungstrauma verbreiten. Und wie viele doch tatsĂ€chlich betroffen sind, auch wenn es selbst nicht erkannt wird. Die Symptome zeigen sich auf vielfĂ€ltige Weise und fĂŒhren erst dann zum Leiden, wenn bisherige Kompensationen nicht mehr helfen. Es kann sehr lange passiv im Keller schlummern.

So schlimm das Leiden auch ist, so groß kann die Freiheit sein, die damit einhergeht, die bereits darin enthalten ist.

Trauma kann der Katalysator fĂŒr das Ende von Leiden sein, und die dahinterliegende Energie kann frei fließen und Dein Leben reich und schön machen – im Sinne einer inneren Freiheit. Denn dann gibt es nichts mehr, vor dem Du weglaufen musst.

Viele einzelne Betroffene glauben, allein damit zu sein und durchleiden diese ZustĂ€nde still, verborgen oder in Depression. Und es gibt darĂŒber so viel Unwissen. Es folgen psychologische Diagnosen, Selbsthilfeversuche, Suchen und Suchen. Dann landest Du vielleicht im Satsang, aber das Leiden hört nicht auf. Und Du kannst Jahre dort verbringen und keinen Meter voran kommen. 

Immer wieder geht es um Leben und Tod – ja genau so fĂŒhlt es sich an. Die UR-Ă€ngste, die UR-Trennung, die Todes-und Verlustangst erscheint als ein einziges Leiden. Oft kannst Du das aber gar nicht so benennen. Da ist vielleicht nur LĂ€hmung oder Panik oder NebenDirStehen, Flucht vor NĂ€he oder totale Verlustangst. Oder die Sucht nach Perfektionismus, Kontrolle und Sicherheit. Überhaupt Sucht mit all ihren Gesichtern.

Diese Ängste suchen sich immer wieder neue Andockstellen und klammern sich am letzten Strohhalm fest.

Auch wenn Du eigentlich in jedem Moment frei bist und nichts je fehlt, halb ist oder unvollkommen: DAS ist jetzt der Ausdruck des Lebens. Das ist die Lebendigkeit gerade. Und zugleich taucht hier mit diesem Text oder anderen Inputs die Möglichkeit auf, das Nervensystem zu beruhigen, Knoten aufzulösen und eine neue Freiheit zu erleben.


Wir mĂŒssen dort hinschauen, wo wir wirklich gerade sind.

Ich helfe Dir, mithilfe des Bewusstseins frei und erfĂŒllt zu leben, Illusionen zu erkennen, einfach frei zu sein und erfĂŒllt zu leben, ABER ich werde Dir auch erzĂ€hlen, wie wichtig es ist, zunĂ€chst ganz menschlich zu sein und den unausgesprochenen GefĂŒhlen und ZustĂ€nden die Freiheit zu schenken, ohne sich in diesen zu verlieren.

Viele irren umher und wissen nicht, was ihnen noch helfen soll. Weil sie nicht wissen, was geschieht. Weil sie nicht wissen, dass sie unter Entwicklungs- und Bindungstrauma leiden und falsche Methoden praktizieren und zu frĂŒh "aus der Geschichte" aussteigen.

Am Ende geht die Reise dahin zu erkennen, dass da niemand ist, der leidet oder ein Trauma hat. Doch das ist die ganz natĂŒrliche Folge des scheinbaren Weges. Der Abrieb des „Ich“.

Und bis dahin können wir aber dem Menschlein helfen, all die unterdrĂŒckten GefĂŒhle und ZustĂ€nde und eingefrorenen Energien zu befreien, die alle als Segel dienen, in das andere hinein pusten.

So schlimm diese ZustĂ€nde auch erscheinen - Du bist ganz nah dran. Eigentlich warst Du nie weg. Aber darum soll es hier nicht gehen.

Es ist unglaublich hilfreich diese Knoten zu lösen, diese Energieverdichtungen, diese Ängste und verborgene Wut, Hilflosigkeit...

Betrifft das alle Menschen?

Wir haben ja alle Traumen in uns?!

 Sollten wir nicht aus dieser Opferhaltung aussteigen?

Jeder trĂ€gt die Urangst vor Trennung und Abweisung in sich, dieses „nicht genug, dieses falsch sein, diesen Minderwert, unsere Urwertlosigkeit.

Nicht jeder leidet bewusst darunter. Nicht jeder wird so tief tauchen und nicht jeder wird aufwachen aus seinen alten Strukturen. Und so manche wollen sich Selbst nicht begegnen und transformieren.

Was ich jedoch wahrnehme:

Die Antihaltung gegenĂŒber  "Opferhaltung und SchwĂ€che" hat mehr Schaden angerichtet und vieles noch weiter in den Schatten gedrĂ€ngt, zu noch mehr Verurteilung und Aggression gefĂŒhrt.

Je nach Lebensgeschichte hat jeder seine Strategie, dem aus dem Weg zu gehen, sich abzulenken, sich zu beweisen, sich besser zu fĂŒhlen als andere. Das menschliche Leben ist im Prinzip der Versuch, die eigene Minderwertigkeit zu kompensieren. Denn Minderwert ist das Symptom des Eigen-Seins, des Getrenntseins, des Egos. Das fĂŒhlt sich immer minderwertig und will alles tun, das zu vermeiden oder zu verĂ€ndern. Das ist sein Job und gehört zum Leben. Ob Du in der Ich-StĂ€rke oder in der Ich-SchwĂ€che zu Hause bist- beides ist Unfreiheit, gefangen in der DualitĂ€t. Der Tanz um den Wert findet weiterhin statt und kostet Energie.

Erst, wenn diese Strategien versagen, tauchen diese UrĂ€ngste auf, die sich als realer Schmerz im Körper zeigen. Es sind nicht einfach nur GefĂŒhle. Es ist zu vergleichen mit körperlichen Schmerzen. Die dunkle Nacht der Seele.

Nur wer das selbst erlebt hat weiss, dass Methoden aus dem Lifestylecoaching, dem Satsang oder der Kraft der Gedanken nicht helfen in diesem Moment. Denn in der Illusion unseres Menschseins kommt eine andere Ebene ins Spiel. Hinter Traumasymptomen steht ein Opfer und bevor es transzendiert werden kann, der Illusion ĂŒberfĂŒhrt oder in die Kraft geholt wird, muss es zwingend ĂŒberhaupt erst existieren dĂŒrfen, anerkannt sein, gesehen werden, geliebt werden und das volle MitgefĂŒhl bekommen. 

Stell Dir vor, wie es ist, wenn sich jemand von ganzem Herzen bei dir entschuldigt. Und das wirkt selbst dann, wenn Du weisst, dass eigentlich nie jemand an irgendetwas wirklich Schuld ist und die Dinge geschehen, wie sie eben geschehen.

Und wir dĂŒrfen uns an diesem Punkt nichts vormachen und dort ansetzen, wo wir wirklich stehen statt ein Konzept ĂŒberzustĂŒlpen, was gerade nichts mit der erlebten RealitĂ€t zu tun hat.

DafĂŒr MUSS Trauma erkannt werden, anerkannt werden und nicht in den Schatten gedrĂ€ngt. Und das geschieht meines Erachtens durch Coaches, die Dich einfach nur von A nach B bringen wollen; spirituelle Lehrer, die ihren eigenen Schatten nicht integrieren oder Psychotherapien, die den spirituellen Aspekt nicht verwirklichen.

Und doch:

Nichts muss verĂ€ndert oder verurteilt werden. Denn es geschieht so oder so - ohne unser Zutun. Du wirst aus diesen Zeilen etwas mitnehmen oder nicht. Du bist dafĂŒr offen oder nicht. Es bewirkt etwas oder nicht. DarĂŒber hast Du keine Wahl und ich auch nicht, aber das ist, was durch mich zum Ausdruck gebracht werden will. 

Im Spiel dieses Lebens scheint es so zu sein, als könnten wir irgendetwas bewirken und das darf gespielt werden.

Und es wird der Moment kommen, da kannst und wirst Du aus dem Traumaspiel aufwachen und ein neues Level mit einer neuen Freiheit leben.

SpiritualitĂ€t, Coaching und Psychologie sind zum Lifestyle geworden. „Du brauchst nur zu fĂŒhlen oder richtig zu denken oder Grenzen zu setzen und Dein Ding zu machen und aufhören Dich zu vergleichen...vielleicht einen Berg erklimmen und ein paar Tage in wilder Natur verbringen. Oder in ein buddhistisches Kloster gehen, Berufungsseminare machen und im Thetahealing endlich die Erlösung finden“. Was ich vergessen habe zu erwĂ€hnen: „Werde selbstbewusster, lebe Deine TrĂ€ume, geh in Deine GrĂ¶ĂŸe und mach Dich nicht immer so klein und werde eine Göttin, ein Gott und verzaubere die Menschen um Dich herum, sei dankbar.“! Auch wenn nun eine kleine Ironie in diesen Worten enthalten ist : die Dinge können ganz nĂŒtzlich sein an richtiger Stelle zur richtigen Zeit, wenn sie dann ĂŒberhaupt noch gebraucht werden und so „Zeug“ gehört irgendwie zu diesem Weg der Selbstfindung dazu 😉.

FĂŒr so manche Menschen scheint das fĂŒr eine Zeit zu funktionieren. FĂŒr die meisten aber bleibt es ein Suchen von Methode zu Methode und von Therapie zu Therapie, weil eigentlich etwas ganz anderes dahinter steht...Und das so oft nicht erkannt und anerkannt wird. Und so navigieren viele AnsĂ€tze daran vorbei, weil Trauma nicht im Ereignis gefangen ist, sondern in Deinem Körper. Und in dem Moment nutzt Dir weder falschverstandene Selbstliebe noch ein großes Selbstbewusstsein etwas.

Trauma fĂŒhrt Dich in ein Land, das die meisten freiwillig nie betreten wĂŒrden und eröffnet ein innerlich erfĂŒlltes Leben unabhĂ€ngig von den UmstĂ€nden. Die Ă€ndern sich von SELBST, wenn Energien befreit sind. In diesem Sinne....bis zum nĂ€chsten Mal bei Nicolle Pur.


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